#21 Himmel

Die Stadtkönigin spaziert auf den Wolken entlangDer Himmel ist offen und weit. Verschiedenartige Wolken fügen sich zusammen zu einer faszinierenden Traumwelt. Die Sonne beleuchtet diese ganze Szenerie. Eine wahnsinnige Kulisse, die sich da über uns aufbaut, und die ich manchmal nur mit vor Staunen offenem Mund anstarren kann. Eine andere Welt, weit weg und doch weithin sichtbar. Ich frage mich, wie es wohl wäre, in so einer Welt zu sein, durch einen Tunnel aus Federwolken zu laufen.

Oder wie es wäre, auf weißem, leuchtendem Boden, zwischen riesigen Wolkentürmen entlang zu schlendern, dahinter der Farbverlauf des Himmels. Eine weiche, unendliche, majestätische Traumwelt.

Doch ich weiß, dass Wolken nach etwas ganz anderem aussehen, als sie sind. Diese Schönheit ist in Wirklichkeit lebensfeindlich, kalt, und die Wolken tragen uns nicht durch eine Wunderwelt. In der Kälte könnten wir nicht überleben und die Luft wäre zu dünn zum Atmen. Dennoch garantiert diese lebensfeindliche Zone, dass wir hier auf der Erde leben können.

Ihre Schönheit kommt dazu, umgibt uns von oben und ist doch so weit weg. Bewundern können wir sie von hier unten oder vom Fenster eines Flugzeuges aus. Am nächsten kommen wir dieser wunderbaren Welt, wenn wir das Sehen mit unserer Vorstellungskraft vermischen. Wenn ich länger hinsehe und mich hinträume, bin ich fast schon da. Vielleicht viel näher, als es die Wirklichkeit erlaubt.

Was denkt Ihr, wenn Ihr Euch den Himmel anseht? Faszinieren Euch die zerfetzten Wolken, wenn es ein Unwetter gegeben hat oder geben wird? Ist Euch schon mal aufgefallen, dass sich um die untergehende Sonne herum oft auch bei klarem Himmel Wolken sammeln? Und ist ein Farbverlauf nicht Perfektion?

4 comments on “#21 Himmel
  1. Kay sagt:

    Wenn ich in die Wolken Blicke empfinde ich immer etwas anderes. Manchmal Faszination, manchmal Freude, manchmal auch Angst vor der Unendlichkeit, die darüber liegt. Ein sehr schöner Beitrag, der auch zeigt, wie die Dinge manchmal gleichzeitig schön, als auch beängstigend sein können, aber alles irgendwie zusammengehört, damit alles in Balance bleibt und funktionieren kann!

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

    • Stadtkönigin sagt:

      Liebe Kay,
      danke für deinen Kommentar. Das mit der Angst vor der Unendlichkeit hatte ich auch mal, das war aber eher auch zeitlich. Es ist so faszinierend, wie so etwas, was wir täglich sehen, nie langweilig werden kann.
      Schöne Grüße!

  2. Tanja sagt:

    Liebe Stadtkönigin,

    oh ja, ich liebe den Blick in den Himmel … und entdecke dort immer wieder neue Fabelwesen, Tiere & Formen. Beim Fliegen stelle ich mir immer vor, wie schön es doch wäre, sich einfach mal in dieses herrlich weiche Wolkenbett fallen zu lassen. Zumindest stelle ich es mir weich & fluffig vor ;-). Und dann macht mich der Blick in den Himmel auch immer ein bisschen demütig, ein bisschen dankbar und ein bisschen glücklich, weil sich beim Blick in den Himmel viele Gedanken & Problemchen wieder in die richtige Perspektive verschieben. Schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt – vielen Dank.

    Herzliche Grüsse aus Zürich
    Tanja

    • Stadtkönigin sagt:

      Liebe Tanja,
      danke für den schönen Kommentar. Ja, mir geht es ähnlich mit der Demut. Heute gab/gibt es Gewitter in Berlin und ich habe schon wieder Wolkenformationen gesehen, so etwas habe ich noch nie gesehen. Was die Natur so alles kann …
      Als ich zum ersten Mal mit meinen Eltern geflogen bin, machte ich vorher Anstalten, Angst zu bekommen. Meine Mutter hat mich ans Fenster gesetzt und gesagt „guck raus!“. Seitdem liebe ich Fliegen und frage mich immer, wie andere Fluggäste am Fenster sitzen und tatsächlich lesen können. Aber ich fliege ja auch nicht oft.
      Liebe Grüße
      Tina

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