Posts Tagged “Veränderungen”

#KidLit4Climate

Die Stadtkönigin hält ein Schild mit #KidLit4Climate hoch und beteiligt sich am weltweiten Klimastreik

Im August 2018 begann die schwedische Schülerin Greta Thunberg, statt zur Schule vor den Schwedischen Reichstag zu gehen und für das Klima zu streiken. Daraus wurde die weltweite Bewegung #FridaysForFuture und weltweit streiken Schüler freitags. Sie setzen sich dafür ein, dass die Politik sich in Bewegung setzt, um das Pariser Abkommen einzuhalten und die Emissionen drastisch zu verringern.

„Die Klimakrise ist bereits gelöst. Wir haben bereits alle Fakten und Lösungen. Alles, was wir tun müssen, ist aufzuwachen und uns zu verändern.“

(Greta Thunberg)

Die britische Illustratorin und Kinderbuchautorin Emma Reynolds rief die Kampagne #KidLit4Climate ins Leben, um die weltweiten Proteste der Schüler zu unterstützen. Illustratoren sind dazu aufgerufen, Bilder zu zeichnen, in denen eine Figur ein Schild mit #kidlit4climate hält, und dieses unter selbigem Hashtag bei Instagram und Twitter zu posten. Sehr viele haben weltweit teilgenommen, so viele, dass die Illustratorin selbst überwältigt ist.

“We are the grown ups now, and hopefully we can get other grown ups to listen.”

(Emma Reynolds)

Emma Reynolds spricht auf ihrer Seite davon, dass Kinderbuchautoren und -Illustratoren für Kinder schreiben, zeichnen und ihre Bücher machen. Diese Kinder kämpfen gerade für eine sehr wichtige Sache und werden doch nicht ernst genommen. Sie möchte mit dieser Aktion helfen, dass Erwachsene den Protest der Kinder unterstützen und verstärken. Und dass andere Erwachsene die Probleme endlich ernst nehmen.

Es ist kein Protest, der nur Schüler was angeht. Mein Blog ist kein Kinderblog. Das Thema ist für alle relevant. Es sind Schüler, die auf die Straße gehen, es sollten aber alle auf die Straße gehen. Deshalb unterstütze ich ebenfalls die Aktion. Hier könnt Ihr Euch über Emma Reynolds’ Aktion informieren.

Klimastreik am 15. März 2019

Am 15. März 2019 gibt es einen weltweiten Klimastreik der Schüler. Sicher auch in Eurer Stadt. Und wenn Ihr Kinder habt, nehmen sie Euch gern mit. Für weitere Informationen schaut auf der Seite https://fridaysforfuture.de/ vorbei.

Ein Artikel zum Thema Müll in der Stadt: #30 Müll

#07 Verlust (2)

Die Stadtkönigin wortwörtlich auf der Spur eines riesigen Baggers.

Es werden Wohnhäuser auf dem alten Bahngelände gebaut. Ich weiß, dass es sein muss, denn in Berlin ist Wohnraum knapp. Auf einer Seite bin ich auch gespannt darauf, wie mein Lieblingsort aussehen wird. Ich versuche den Verlust auch positiv zu sehen. Er ist ein Neuanfang, der Ort wird neues Leben beherbergen, statt Erinnerungen. Er wird sozusagen neu definiert. Es wird das erste Mal sein, dass ich so etwas miterlebe und gleichzeitig so lebhaft weiß, was vorher da war.

Bisher konnte ich das nicht so nachempfinden, wenn mir andere erzählten, was für ein Ort an dieser oder jener Stelle früher gewesen war. Ich konnte es mir nie so richtig vorstellen, selbst dann nicht mehr, wenn ich den Ort früher auch gekannt hatte. Vielleicht hatte es mich nicht so interessiert und ich hatte es vergessen, weil ich keine spezielle Bindung zu jenen Orten hatte. Dieses Bahngelände aber berührt und interessiert mich besonders. Es wird mir immer lebhaft im Gedächtnis bleiben, auch wenn es neu bebaut ist, denke ich. Zumindest habe ich eine Menge Fotos.

Wie geht es Euch an Orten, die Ihr von früher kennt und die sich verändert haben?

#06 Verlust (1)

Die Stadtkönigin steht auf einer riesigen Baustelle

Berlin erneuert sich ständig und für die Vergangenheit ist kein Platz. Zumindest nicht in dieser wilden und vergessenen Form wie an meinem Lieblingsort auf dem alten Bahngelände. Ich hoffte immer, diesen Ort würde man in Ruhe lassen, auch als ich die Bauzäune schon sehen konnte. Ich wollte noch so oft hier auf Entdeckungsreise gehen, zeichnen, zwischen den verrotteten Schienen entlangstromern; in Ruhe gelassen, denn dort kamen höchstens ein paar Passanten mit ihren Hunden lang.

Nun ist mein Lieblingsort sehr schnell zu einer riesigen Baustelle geworden. Natürlich gehe ich trotzdem hin, und wenn ich da bin, erkenne ich ihn kaum wieder. Es entstehen interessante neue Formen, eine Mischung aus dem, was da war, und riesigen Kratern, Zäunen und Sandhaufen, die auf Schildern als „Haufwerk“ bezeichnet und nummeriert werden. Doch ich fühle, dass ich nicht hier sein soll. Selbst wenn gerade keiner auf der Baustelle arbeitet, könnte da so ein Securitas-Mann auftauchen und mich vertreiben. Es hätte keinen Sinn ihnen zu erklären, warum ich da hingehe („Ich bin die Stadtkönigin.“ – „Ach …?“).
Bald wird es ihn nicht mehr geben, meinen Lieblingsort, an dem ich mich so wohl fühlte, und ich frage mich, ob das nicht auch gut und wichtig ist. Denn wenn alles so bliebe, wie es war, als wir uns wohlfühlten, würden wir es dann noch schätzen? Und würden wir dann losziehen, um weitere, neue Lieblingsorte zu finden?

Habt Ihr auch einen kleinen Lieblingsort verloren?

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