#24 Mundraub

Die Stadtkönigin mampft Pflaumen

Nach einer längeren Pause melde ich mich mit einem Thema wieder zurück, das mir sehr wichtig ist: Essen. Abgesehen davon, dass wir es zum Überleben brauchen, kann es uns trotzdem krank oder noch gesünder machen. Je nachdem, wie wir damit umgehen. Ich bin in einem Haus mit Garten aufgewachsen, der voller Obstbäume ist und in dem immer Gemüse angebaut wurde. Auch Kräuter und Nüsse gab es. Von frühester Kindheit an bin ich also daran gewöhnt, Früchte, Kräuter, Nüsse und angebautes Gemüse aus dem Garten zu essen oder Tee davon zu trinken. Doch nicht nur das, auch auf Wanderungen lernte und lerne ich, Früchte und vor allem Pilze zu finden. Des Öfteren treffe ich Menschen, die das nicht kennen, sogar welche mit Garten.

Dabei halte ich es für wichtig, die Früchte aus „meiner“ Erde zu essen. Sie stellen die Verbindung zur Natur her, eine sehr grundlegende Verbindung, die sonst immer mehr verloren zu gehen scheint. Man kann sehen, wo sie herkommen, kümmert sich vielleicht sogar selbst um die Pflanzen, steckt einen Samen in die Erde und daraus wird eine Pflanze, die ihre Früchte gibt. Meist schmeckt es sowieso besser, als wenn man im Supermarkt die unreif gepflückten und oftmals mit Pestiziden verseuchten Früchte kauft. Ich wage zu behaupten, dass es gesund und gut für das Immunsystem ist, die Früchte aus der Umgebung zu essen. Zumindest deshalb, weil man dafür rausgeht. Und weil es glücklich macht, sie zu finden.

In der Stadt wachsen, besonders in grüneren Umgebungen, viele Bäume, die Früchte tragen. Sie sind in Parks, kleinen Waldgebieten, am Straßenrand oder auf Friedhöfen zu finden. Auf der Webseite www.mundraub.org könnt Ihr sogar nachschauen, wo in Eurer Nähe verschiedene Obstbäume wachsen (und vieles mehr). Vor einiger Zeit habe ich mich einer Wandergruppe angeschlossen, die sich sehr gut mit Früchten auskennt, die ich teilweise vorher noch nie gegessen habe. Vielen Dank dafür! Momentan essen wir sehr viel auf unseren Wanderungen.

Findet Ihr auch essbare Kräuter, Früchte oder Nüsse in Eurer Umgebung?

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